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Zu wenig Probandinnen

Mehr Frauen sollen an klinischen Studien teilnehmen

Patientinnen müssten stärker in Studien zu neuen Medikamenten und Therapien einbezogen werden, fordern Medizinerinnen. Aussagen zu Anwendung und Dosierung von Arzneien dürften nicht allein an männlichen Probanden gemacht werden, fordert der Weltärztinnenbund. "Frauen sind nicht einfach verkleinerte Männer", so die Vizepräsidentin Dr. Waltraud Diekhaus.

Die Quote bei klinischen Studie steige zwar langsam, Frauen seien aber immer noch deutlich unterrepräsentiert, so Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes. Auch ältere Menschen – Männer wie Frauen – seien nicht ausreichend in solchen Untersuchungen vertreten, obwohl sie einen Großteil der Patienten ausmachten.

Frauen gelten weithin als weniger gut für medizinische Studien geeignet, weil etwa hormonelle Schwankungen zu Unwägbarkeiten bei den Ergebnissen führen können. Auch bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen müssten Unterschiede zwischen Mann und Frau berücksichtigt werden, forderte Diekhaus: "Vieles steckt noch in den Kinderschuhen, aber unser Fernziel ist eine geschlechtsspezifische Differenzierung in der Wissenschaft und bei der medizinischen Behandlung."

Hinweise für die erste Zeit mit dem Kind und praktische Tipps für den jungen Elternalltag

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erweitert ihr Internetportal

Jährlich werden in Deutschland rund 18.000 junge Frauen unter zwanzig Jahren Mutter, wobei die Zahlen seit einigen Jahren kontinuierlich sinken. In den meisten Fällen sind die Frauen mit einem gleichaltrigen oder nur unwesentlich älteren Partner zusammen.
Da die teilweise minderjährigen und sehr jungen Mütter und Väter eine Fülle an Fragen rund um ihren neuen und ungewohnten Elternalltag haben, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ihr Internetportal Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.schwanger-unter-20.de erweitert. Ab sofort finden die werdenden und jungen Eltern hier viele hilfreiche Tipps, Informationen und Erfahrungsberichte zu den ersten Wochen mit dem Kind, zu den Tücken des Alltags und wie dieser sich organisieren lässt. Dabei geht es beispielsweise darum, was ein Baby nach der Geburt braucht, wie junge Eltern mit Stress und Schlaflosigkeit umgehen können und was zu tun ist, wenn das Kind viel schreit. Auch erfahren junge Mütter und Väter, wie ihnen das Jugendamt helfen kann – ob bei der Kostenübernahme für die Kinderbetreuung oder in Sorgerechts- und Unterhaltsfragen. So bietet das Portal konkrete Hilfestellung, von den Grundlagen der Babypflege über Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu praktischen Hinweisen, wo sie sich bei Überforderung Hilfe holen können. Auch das Thema, wie junge Mütter und Väter trotz Konflikten oder Trennung gemeinsam Eltern für ihr Kind bleiben können, wird behandelt.

Zum neuen Themenschwerpunkt "Erste Zeit mit Kind"
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.schwanger-unter-20.de

Zum neuen Themenschwerpunkt "Elternalltag"
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.schwanger-unter-20.de

Gespräch auf gleicher Wellenlänge

Gehirne von Gesprächspartnern stellen sich aufeinander ein

Ob sich zwei Menschen gerne unterhalten und gegenseitig verstehen, lässt sich messen. Und zwar anhand der Gehirnaktivität. Das heißt: Je besser das Gespräch verläuft, umso mehr ähneln sich die Muster der aktivierten Hirnareale. Im Idealfall decken sie sich sogar.

Aktivierung im räumlichen Einklang

Zu dieser Erkenntnis kamen Psychologen der Princeton-Universität. Das Forscherteam um Greg Stephens zeichnete mit dem funktionellen Magnetresonanz-Tomografen (fMRT) auf, was passiert, wenn zwei Menschen sich unterhalten. Dafür baten sie einen Studienteilnehmer – den Sprecher – eine persönliche Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig zeichneten sie das Muster der dabei aktivierten Hirnareale auf. Ein anderer Proband fungierte als Zuhörer. Ihm spielten die Forscher die erzählte Geschichte vor und maßen auch dabei die Gehirnaktivität. Im anschließenden Vergleich stimmten beide Aktivierungsmuster räumlich deutlich überein. Dabei waren nicht nur das Hör- und Sprachzentrum aktiviert, sondern auch Areale für kognitive Fähigkeiten – sie erst ermöglichen es, Informationen zu verarbeiten.

Zeitliche Verzögerungen

Im zeitlichen Vergleich fiel auf, dass manche Aktivierungssignale beim Zuhörer später aufleuchteten als beim Sprecher. Die Forscher sehen darin einen natürlichen Vorgang. Denn der Zuhörer benötigt Zeit, um die einzelnen Wörter zu verstehen und die Bedeutung zu erfassen. Interessanterweise leuchteten andere Signale beim Zuhörer früher auf als beim Sprecher. Der mögliche Hintergrund hier: Der Zuhörer ist auf seinen Gesprächspartner so gut eingestellt, dass er ahnt, was dieser als nächstes erzählt. Dafür spricht auch der Befund, dass zusätzlich Areale aktiviert werden, die soziale und emotionale Vorgänge steuern. Daran sind vor allem so genannte Spiegelneuronen – spezialisierte Nervenzellen – beteiligt. Sie werden auch aktiviert, wenn jemand eine Tätigkeit ausführt oder die gleiche Tätigkeit bei jemand anderem beobachtet.

Die Psychologen erhoffen sich, künftig Menschen mit Kommunikationsproblemen zu helfen. Und zwar, indem sie gezielt genau die Gehirnareale aktivieren, die für ein gutes Gespräch wichtig sind.

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